Ich hab Rücken

Meine Enkelin, kaum konnte sie sprechen, meinte mit “Ich hab´Rücken” etwas, was man hier nicht schreiben kann. Sie hatte mit ihren zwei Jahren beobachtet, dass der Papa immer wieder über Rückenschmerzen klagte. Sie selbst hatte natürlich noch keine, aber es drückte wohl irgendwie auch im Rücken, als sie entdeckte, dass man die Windel bewusst füllen kann. Kinder sind drollig. Drollig sind Rückenschmerzen dagegen nicht. Fast jeden plagen sie. Wir sitzen einfach zu viel. Unser Alltag, vor allem der im Büro, hält uns zwar auf Trapp, aber höchstens mental. Wir laufen kaum noch, ergab vor kurzem eine Studie der Techniker Krankenkasse. Wir sitzen. Sitzen. Sitzen. Im Auto, am Schreibtisch, in der U-Bahn, im Bus, beim Abendessen. Zu viel Sitzen. der Rücken mag das nicht. Wir Menschen sind ursprünglich gebaut worden, herumzulaufen, wegzulaufen, vor dem Säbelzahntiger. Vor unseren Problemen. Heute sitzen wir meistens. Darum ist es Zeit, sich Gedanken zu machen, wie man das Rückenproblem besser in den Griff bekommen kann. Es folgen ein paar Tipps für unseren Rücken. Die sind wertvoll für jeden von uns, gerade wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, eine Familie zu gründen: Der Rücken wird es Ihnen danken, wenn Sie ihn nicht vergessen:

Sich dem Rücken zukehren

Büroarbeiter können gar nicht mehr anders: Sie sitzen stundenlang am Schreibtisch – und das auf Kosten ihres Rückens. Sie sollten regelmäßig Sport treiben, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. Doch nach 8 Stunden am Arbeitsplatz und 2 Stunden Hin- und Rückweg ist man einfach groggy und nur noch fertig. Daher wäre es praktisch, wenn man sich zwischendurch etwas Gutes tun könnte.

Immer wieder aufstehen

Gut wäre, wenn man während der Arbeitszeit regelmäßig vom Schreibtisch aufstehen würde. Vielleicht kann man den Gang zum Drucker oder Kopierer bewusster nutzen? Er sollte möglichst nicht direkt neben den Schreibtisch stehen, sondern am anderen Ende des Zimmers oder besser noch im Korridor.

Sitzposition ändern

Mal sollten Sie kerzengerade sitzen, dann wieder lümmeln und sich mit der Lehne des Stuhls weit zurücklehnen. Die Sitzposition immer wieder zu verändern, ist einfach in den Alltag zu integrieren – und tut dem Rücken auf jeden Fall gut. In der Pause wäre es gut, wenn Sie ein wenig Spazieren gehen könnten. Manch einer nimmt einen Schrittzähler mit, um sich zu motivieren, mehr Schritte als noch gestern zurückzulegen.

Arbeitsweg nutzen

Kann man den Arbeitsweg vielleicht mit dem Fahrrad zurücklegen? Wenn ja, sollten Berufstätige das unbedingt machen. Ansonsten ist es ratsam, mal eine Station früher aus dem Nahverkehrsmittel auszusteigen und zu Fuß zu gehen. Noch ein Tipp: Statt sich im Bus auf den erstbesten Platz fallen zu lassen, ist es viel besser, zu stehen. Denn das Gleichgewicht im Bus zu halten, ist vergleichbar mit einem Geschicklichkeitsspiel auf der WII.

Treppen steigen

Man kann sagen, dass ich meine Wohnung danach ausgesucht habe: es ist eine Maisonette-Wohnung mit einer Treppe. Ich muss mehrmals am Tag Treppen steigen, um z.B. in die Küche zu gelangen. Freuen Sie sich, wenn Sie statt des Fahrstuhls die Treppe benutzen: Wenn man dabei außer Atem kommt ist das nur gut für Herz und Kreislauf. Es hilft auch ungemein, sich in Gedanken einmal für einen Moment fortzuträumen. Nehmen Sie sich die Zeit, das entspannt und zahlt sich aus.